Business News

Business News Schlagzeilen

Top Jobangebot: Professur Veranstaltungstechnik

06/10/2022

Riedel übernimmt SimplyLive

09/09/2022

Riedel übernimmt IP-Spezialist SDNsquare

07/09/2022

Forum Veranstaltungswirtschaft fordert Nachbesserung am Notfallplan Gas

02/09/2022

Prolight + Sound kooperiert mit Freizeitpark-Verband IAAPA

23/08/2022

Forum Veranstaltungswirtschaft fordert Bund zu Dialog auf

19/08/2022

Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft rechnet mit Absagenflut

05/08/2022

Veranstaltungsbranche fordert bundeseinheitliche Maßnahmen ohne Kapazitätsbeschränkungen

06/07/2022

VPLT fordert Sicherheit für Kulturfrequenzen

30/06/2022

Bühnenverein und Gewerkschaften einigen sich auf Mindestgage

28/06/2022

Forum Veranstaltungswirtschaft erhält Live Entertainment Award

23/06/2022

Bewerbungen für Vectorworks Stipendium möglich

22/06/2022

Neues Zertifizierungsprogramm für Fortgeschrittene im Shure Audio Institute

17/06/2022

Meyer Sound setzt Fokus auf Nachhaltigkeit bei neuem Panther-System

15/06/2022

Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins

13/06/2022

Arri eröffnet zusätzlichen Standort in Süddeutschland

07/06/2022

Harting zieht positive Hannover-Messe-Bilanz

03/06/2022

Forum Veranstaltungswirtschaft kritisiert „Angstmache“ der WHO

02/06/2022

LaserAnimation Sollinger übernimmt Ray Technologies

01/06/2022

Esylux optimiert digitale Messeplattform Esyshow

01/06/2022

Vodafone Deutschland und E3 World schließen Partnerschaft für XR-Anwendungen

31/05/2022

Technische Dienstleister der Fernseh- und Filmbranche sehen kritisch in die Zukunft

24/05/2022

Corona: Messewirtschaft verlangt Planungssicherheit von der Politik

19/05/2022

Österreichische Tourismustage: Kongress- und Tagungsbranche blickt positiv in die Zukunft

18/05/2022

UC-M40-Panoramakamera von Maxhub erhält „Best of Show Award“

16/05/2022

Top Jobangebot: Professur Veranstaltungstechnik

Top Jobangebot: Professur Veranstaltungstechnik

Die Technische Hochschule Mittelhessen gehört mit über 18.000 Studierenden zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland. Jetzt sucht man nach Verstärkung am Campus Gießen. Im Fachbereich Management und Kommunikation (MuK) ist eine Professur mit dem Fachgebiet Veranstaltungstechnik (insbesondere Beleuchtungstechnik/Videotechnik) zu besetzen.

Nähere Informationen gibt es hier:

karriere.thm.de

Riedel übernimmt SimplyLive

Riedel übernimmt SimplyLive
Riedel übernimmt SimplyLive

Riedel hat die Übernahme des 2016 gegründeten Live-Produktionsspezialisten SimplyLive bekanntgegeben. SimplyLive bietet softwarebasierte Produkte für die Multikameraproduktion an, darunter eine All-in-One-Produktionssuite, Replay/Slowmo, Venue Gateways und Multiviewer für Sportvideo- und Broadcast-Anwendungen wie die Fußball-Weltmeisterschaft, den Super Bowl sowie Sommer- und Winterspiele.

 

Mit diesem Schritt erweitert Riedel sein Hardware-zentriertes Portfolio für Videotransport und -processing um COTS- und Cloud-basierte Lösungen. Gleichzeitig gewinnt das Unternehmen Know-how und Ressourcen, um seinen Kunden neue Services und Einsatzmodelle anzubieten. Im Gegenzug nutzt SimplyLive Riedels globale Vertriebs- und Support-Infrastruktur, um sein Produktportfolio einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

 

(Fotos: Riedel Communications/SimplyLive)

 

www.riedel.net

 

Riedel übernimmt IP-Spezialist SDNsquare

Riedel übernimmt IP-Spezialist SDNsquare

Riedel investiert weiter in technologisches Know-how rund um das schnell wachsende Geschäft mit Live-IP-Infrastrukturen und -Netzwerken. Die Wuppertaler erweitern ihr Kompetenzteam im Bereich Echtzeit-IP-Netzwerkorchestrierung und Software Defined Networks (SDN) mit der Übernahme des belgischen Unternehmens SDNsquare.

 

SDNsquare ist ein Technologieanbieter von SDN-Lösungen für komplexe IP-Medieninstallationen. Die Technologie von SDNsquare kam in zahlreichen IP-basierten Projekten zum Einsatz und wurde bereits bei großen Sportevents wie Roland Garros, den Olympischen Sommerspielen in Tokio und den European Championships München 2022 genutzt.

 

„SDNsquare ist ein Innovator in Sachen SDN-Orchestration im Medienbereich. Wir freuen uns sehr, das Team von SDNsquare in der Riedel-Familie willkommen zu heißen und ihre Technologien in unsere zukünftigen Lösungen zu integrieren“, kommentiert Rik Hoerée, CEO Product Division bei Riedel.

 

Henry Alexander, CEO von SDNsquare, fügt hinzu: „Jetzt Teil der Riedel-Familie zu sein, bedeutet Kontinuität und Weiterentwicklung unserer Kerntechnologie. Das SDNsquare-Team wird nun in das Riedel R&D- und Customer-Success-Team integriert und weiterhin von Gent aus arbeiten.“

 

(Foto: Riedel Communications/SDNsquare)

 

www.riedel.net

 

Forum Veranstaltungswirtschaft fordert Nachbesserung am Notfallplan Gas

Forum Veranstaltungswirtschaft fordert Nachbesserung am Notfallplan Gas
Forum Veranstaltungswirtschaft fordert Nachbesserung am Notfallplan Gas

Das Forum Veranstaltungswirtschaft unterstützt den Notfallplan Gas der Regierung. Es fordert jedoch mehrere Änderungen im Sinne der Eventbranche und ein schnelles Sonderprogramm, um die Branche in ihrer desolaten Lage zu unterstützen. Gleichzeitig legt die Allianz einen Leitfaden vor, mit dem Unternehmen ihren Energieverbrauch selbst reduzieren können.

 

Die EU will mit dem Notfallplan Gas für den Zeitraum vom 1. August 2022 bis zum 31. März 2023 ein freiwilliges Ziel von 15 Prozent festsetzen, um die Nachfrage nach Gas zu senken. Bis Ende September sollen die Mitgliedsstaaten ihre nationalen Notfallpläne entsprechend aktualisieren und ihre geplanten Maßnahmen präsentieren.

 

Das Forum Veranstaltungswirtschaft - eine Allianz aus sechs Verbänden des Wirtschaftsbereichs: BDKV (Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft), EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren), FAMA (Fachverband Messen und Ausstellungen), ISDV (Interessengemeinschaft der selbstständigen Dienstleisterinnen und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft), LiveKomm (Verband der Musikspielstätten in Deutschland) und VPLT (Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik) - begrüßt diese Gaseinsparungen für den Winter.

 

Dies geht aus einem Brief vom 1. September 2022 an den Parlamentarischen Staatssekretär Michael Kellner beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz hervor. Die Veranstaltungswirtschaft unterstütze daher diesen Plan und wolle jede zumutbare Maßnahme umsetzen, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Für die Veranstaltungswirtschaft ist die Situation nach wie vor prekär: Es droht - ohne staatliche Unterstützung - ein Kollaps der Branche mit Insolvenzen, Betriebsaufgaben und weiterer Abwanderung von Fachkräften und Soloselbstständigen.

 

„Die Veranstaltungswirtschaft hat sich noch nicht von den coronabedingten Einschränkungen der vergangenen Jahre erholt“, berichtet Timo Feuerbach, Geschäftsführer des EVVC. „Die Folgen des Ukrainekriegs, die hohe Inflation und drohende Engpässe bei der Energieversorgung treffen auch uns hart. Zusammen mit der desaströsen Kommunikation der Bundesregierung zum Thema Corona, die Kunden verunsichert und schon jetzt Aufträge kostet, droht unsere Branche im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden.“

 

Das Forum Veranstaltungswirtschaft hat zu den Vorgaben der EU-Kommission, ebenso wie bereits kürzlich zum geplanten neuen Infektionsschutzgesetz, mehrere Verbesserungsvorschläge vorgelegt. Die EU-Kommission zählt die Veranstaltungswirtschaft in ihrem Plan nicht zu den „systemrelevanten“ Sektoren. Die zwei Jahre der pandemischen Notlage haben nach Ansicht der Allianz jedoch belegt, wie wichtig die soziale Teilhabe für die Gesellschaft sei. Das Forum Veranstaltungswirtschaft regt daher an, Kultur- und Sportveranstaltungen künftig höher zu priorisieren.

 

„Der Expert/innenrat hat ausdrücklich auf die Bedeutung der sozialen Teilhabe bei der Überwindung der Auswirkungen der Pandemie hingewiesen“, so Randell Greenlee, Bereichsleiter für Wirtschaft und Internationales beim VPLT. Die EU-Kommission betrachte Sektoren oder Branchen als systemrelevant, die Produkte herstellen und Dienstleistungen erbringen, welche bedeutend sind, damit die EU-Lieferketten reibungslos funktionieren. Aus Sicht des Forums Veranstaltungswirtschaft erfüllen allerdings auch Events diese Voraussetzungen. Es sei in der Wirtschaft unstrittig, dass sie zu den wichtigsten Instrumenten von Marketing und Vertrieb gehören.

 

„Die deutsche Messewirtschaft erzielte in den Vorkrisenjahren 2018 und 2019 einen Umsatz von über 4 Mrd. Euro. Die gesamtwirtschaftlichen Produktionseffekte erreichen 28 Mrd. Euro. Insgesamt werden durch Messen und Ausstellungen in Deutschland 230.000 Arbeitsplätze gesichert“, sagt Michael Kynast (FAMA). „83 Prozent der deutschen Unternehmen, die bei Messen ausgestellt haben, schätzen ihre Bedeutung als Marketinginstrument für wichtig oder sogar sehr wichtig ein.“

 

Die EU-Kommission erwähnt, dass bei Eindämmungsmaßnahmen sichergestellt werden müsse, dass die Produktion ohne erhebliche Verzögerungen, Reparaturen, behördliche Genehmigungen und Kosten wieder aufgenommen werden kann. Die „sowieso schon desolate Branche“ könne bei weiterer Schwächung ab Ende März 2023 seinen wirtschaftlichen und kulturellen Beitrag für die Gesellschaft nicht mehr leisten, betont das Forum Veranstaltungswirtschaft. Stattdessen verschärften sich die Probleme, und die Ziele der EU würden unerreichbar.

 

„Es geht um den Erhalt von Unternehmen und Arbeitsplätzen“, sagt Marcus Pohl, Vorsitzender der ISDV. „Der sechstgrößte Wirtschaftszweig mit 248.000 Unternehmen soll nicht doch noch auf den hoffentlich letzten Metern an die Wand fahren und die bisherigen Hilfen ihre Ziele verfehlen.“

 

Dank großzügiger staatlicher Hilfsprogramme haben viele Musikclubs, Veranstaltungshallen und Messegesellschaften ihre Heizungs-, Klima- und Lüftungs- und Beleuchtungsanlagen auf den neuesten Stand gebracht. Kommt es jedoch zur Gaskrise und sollten EU und Regierung ihre neuen Pläne uneingeschränkt umsetzen, brauche es für diese Unternehmen einen finanziellen Ausgleich. Hinzu komme, dass Gas nicht mehr, wie angenommen, der Rohstoff der Zukunft sein werde.

 

„Einige gutgemeinte Investitionen in der Pandemie führen nun dazu, dass wir erheblich höhere Kosten haben als in der Vergangenheit“, sagt Axel Ballreich, 1. LiveKomm-Vorsitzender. „Wir benötigen klare Hilfsprogramme der Regierung, um die erhöhten Energiekosten nach der umsatzschwachen Coronazeit schultern zu können.“

 

Wegen dieser zahlreichen Gründe fordert das Forum Veranstaltungswirtschaft die Bundesregierung dringend auf, ein Sonderprogramm für die Veranstaltungswirtschaft zu entwerfen und entsprechend bei der EU-Kommission zu beantragen. Grundlage sind die Beihilfen von bis zu 500.000 Euro pro Unternehmen, die der Nachtrag zum „State Aid Temporary Crisis Framework“ zulässt.

 

Dieses Sonderprogramm sei jetzt erforderlich und nicht erst in naher Zukunft. Außerdem müsse es die erhöhten Kosten für Energie mitberücksichtigen. Denn aufgrund der momentanen Lieferprobleme ließen sich die „Maßnahmen zur Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien“ und die „Maßnahmen zur Förderung der Dekarbonisierung industrieller Prozesse“ bis Ende März 2023 nur geringfügig umsetzen.

 

Darüber hinaus trage die Veranstaltungsbranche „schon seit Jahren ihren wichtigen Teil“ bei, um den Wirtschaftszweig im Sinne des „Green Deals“ der EU nachhaltig zu gestalten: Zahlreiche Unternehmen seien Vorreiter, wenn es darum geht, firmeninterne Prozesse in verschiedenen Bereichen umweltgerechter aufzustellen.

 

Das Forum Veranstaltungswirtschaft gibt - auch angesichts der Energiekrise - eine aktuelle Handlungshilfe heraus. Diese geht auf die speziellen Anforderungen der Eventbranche ein und zeigt in einem Leitfaden, wie Unternehmen mit Hilfe von zahlreichen Maßnahmen und Best-Practice-Beispielen in den kommenden Monaten ihren firmeninternen Ressourcenverbrauch selbst minimieren könnten.

 

„Die Branche hat sich schon vor der Krise für nachhaltige Strukturen engagiert“, betont Prof. Jens Michow, Präsident des BDKV. „Wir sind selbstverständlich bereit, unseren Beitrag zu den notwendigen Einsparungen zu leisten. Wir weisen aber darauf hin, dass die Veranstaltungswirtschaft sich immer noch im Krisenmodus befindet. Die Branche ist noch längst nicht in der Lage, die zahlreichen Herausforderungen aus eigener Kraft zu meistern.“

 

Die Handlungsempfehlungen sind auf der Webseite des Forums Veranstaltungswirtschaft zu finden.

 

www.forumveranstaltungswirtschaft.org

 

Prolight + Sound kooperiert mit Freizeitpark-Verband IAAPA

Die Prolight + Sound, Leitmesse für Event- und Entertainment-Technology, und die International Association of Amusement Parks and Attractions (IAAPA) möchten gemeinsam Potenziale heben. In diesem Zuge wird die Prolight + Sound vom 12. bis 15. September 2022 mit einem Messestand auf der IAAPA Expo Europe in London präsent sein. Ebenso plant die IAAPA eine Teilnahme an der kommenden Prolight + Sound in Frankfurt am Main (25. bis 28. April 2023).

 

Mit einer Vielzahl an Showbühnen, thematisierten Attraktionen und Special Events sind Freizeitparks ein bedeutender Abnehmermarkt für Hersteller von Licht-, Ton-, Bühnen- und AV-Medientechnik. Wie viele andere Branchen sieht sich auch die internationale Attraktionswirtschaft durch die Corona-Pandemie mit einem Mangel an Arbeitskräften konfrontiert.

 

In Zeiten der Wiederaufnahme eines sicheren Betriebs ergründet der Sektor Wege zur Stabilisierung. Vor diesem Hintergrund arbeiten die Prolight + Sound und die IAAPA auf eine stärkere Vernetzung der Branchen hin. „Unsere Mission ist es, Anbieter und Abnehmer innovativer technischer Lösungen zusammenzubringen“, sagt Mira Wölfel, Director Prolight + Sound. „Daher nutzen wir die IAAPA als Plattform, um die Bekanntheit der Marke Prolight + Sound in der Freizeitpark-Industrie weiter zu steigern.“

 

„Darüber hinaus liegt es uns am Herzen, Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften bestmöglich zu unterstützen“, so Wölfel weiter. „Bereits in der Vergangenheit haben einige Unternehmen rund um Freizeitattraktionen und Tourismus die Chance wahrgenommen, in Frankfurt mit jungen Talenten in Kontakt zu treten. Dieses Potenzial möchten wir im Sinne der Branche noch stärker herausstellen und freuen uns in diesem Zusammenhang ganz besonders, dass auch die IAAPA als Dachverband der Industrie auf der Prolight + Sound 2023 vertreten sein wird.“

 

www.prolight-sound.com

www.messefrankfurt.com

 

Forum Veranstaltungswirtschaft fordert Bund zu Dialog auf

Die Wirtschaftsverbände des Forums Veranstaltungswirtschaft fordern das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf, mit den Branchenvertretern in einen kontinuierlichen Dialog zu treten. Sie beklagen, dass ihnen auch neun Monate nach der Regierungsbildung - trotz wiederholter Bitten - kein Ansprechpartner zur Erörterung der nach wie vor andauernden pandemisch bedingten wirtschaftlichen Herausforderungen der Veranstaltungsbranche benannt worden sei. Diese bestünden auch ein halbes Jahr nach Aufhebung aller Eindämmungsmaßnahmen weiter. Mit einer Erholung des Wirtschaftszweigs könne noch für lange Zeit nicht gerechnet werden.

 

In einem Schreiben vom 15. August 2022 an den Parlamentarischen Staatssekretär und Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung, Michael Kellner, teilten die Verbandsvertreter mit, dass es ihr aktuell vordringliches Ziel sei, ihre Vorschläge für die Optimierung des Entwurfs des neuen Infektionsschutzgesetzes zu diskutieren. Dazu zählten der „für die Branche viel zu späte Zeitpunkt“ des geplanten Inkrafttretens des Gesetzes und das Fehlen hinreichender Parameter zur Beurteilung der Frage, wann denn die „Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems“ tatsächlich gefährdet sei, ebenso wie die Beanstandung des Fehlens bundeseinheitlicher Vorgaben für „den Fall der Fälle“. Die Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen müsse aus Sicht der Verbände klaren und verbindlichen Kriterien folgen. Diese fehlten im Entwurf. Schließlich weisen sie darauf hin, dass ein Wettbewerbsnachteil entstünde, wenn Infektionsschutzmaßnahmen nicht im Vorwege  europaweit abgestimmt würden.

 

Das Forum weist darauf hin, dass ein erneutes Hilfsprogramm für die Veranstaltungswirtschaft unausweichlich sei, sofern der vorliegende Entwurf nicht entsprechend optimiert würde. Es sei bedauernswert, dass weder die Empfehlungen des Corona-Expertenrates der Bundesregierung vom 8. Juni noch die vom Forum Veranstaltungswirtschaft am 6. Juli 2022 unterbreiteten Vorschläge zur Genehmigung von Veranstaltungen berücksichtigt worden seien. Der Gesetzesentwurf führe auf der vorliegenden Grundlage schon jetzt zu einer erheblichen Verunsicherung aller Wirtschaftsbereiche. Dies werde im Kulturveranstaltungsbereich ebenso wie im Bereich der B2B-Veranstaltungen erneut Veranstaltungsabsagen nach sich ziehen.

 

Die Verbände hielten es für verantwortungslos, wenn Veranstalter ein weiteres Mal Eintrittskarten verkauften, ohne zu wissen, ob ihre Veranstaltungen tatsächlich, wie geplant, durchgeführt werden können. Während es für den B2B-Bereich überhaupt kein Sicherheitsnetz im Falle einer erforderlichen Absage von Veranstaltungen gebe, liefen die Kulturveranstalter Gefahr, erneut einem Teil der Kartenkäufer keinen Einlass gewähren zu dürfen. Damit wäre selbst dann zu rechnen, wenn lediglich eine Maskenpflicht verordnet wird. Sofern diese nämlich nicht bereits zum Zeitpunkt des Kartenkaufs bestanden hat, würde bereits die Verpflichtung zum Tragen einer Maske zum Rücktritt vom Kaufvertrag berechtigen. Letztlich befinde sich die Veranstaltungswirtschaft angesichts dessen in der gleichen wirtschaftlichen Situation wie in den beiden Vorjahren.

 

Das Forum Veranstaltungswirtschaft ist eine Allianz aus sechs Verbänden des Wirtschaftsbereichs: BDKV (Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft), EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren), FAMA (Fachverband Messen und Ausstellungen), ISDV (Interessengemeinschaft der selbstständigen Dienstleisterinnen und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft), LiveKomm (Verband der Musikspielstätten in Deutschland) und VPLT (Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik).

 

www.forumveranstaltungswirtschaft.org

 

Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft rechnet mit Absagenflut

Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft rechnet mit Absagenflut

Der Entwurf zum Infektionsschutzgesetz macht Großveranstaltungen unplanbar. Zu dieser Einschätzung kommt die Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft (Fwd:) laut ihrer jüngsten Pressemitteilung. Kein Veranstalter könne sich auf „solch unkalkulierbare, unwirtschaftliche Unberechenbarkeit“ einlassen, heißt es dort weiter. Die Folge seien im Winter massenhafte Veranstaltungsabsagen und -abwanderungen ins Ausland. Die Zustimmung des Bundesrats zur Gesetzesänderung steht allerdings noch aus.

 

„Am 3. August 2022 hat die Bundesregierung das Infektionsschutzgesetz im Entwurf schärfer gefasst. In Innenräumen sollen länderspezifisch Gastobergrenzen, FFP2-Masken und Abstand gelten. Das erzeugt erneut völlige Unberechenbarkeit: Wenn Veranstalter kurzfristig Kapazitäten reduzieren müssten, weil Landesregierungen - noch dazu ohne klare Pandemiegraddefinitionen - eine Verschärfung feststellen, kann nicht seriös geplant werden“, sagt Christian Eichenberger (Foto), Vorstand von Fwd: und Mitglied im Vertreterrat der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft. „Folge ist maximale Verunsicherung bei Auftraggebern und Gästen von Veranstaltungen wie Messen, Kongressen, Events und weiteren Formaten. Sollte der Entwurf nicht überarbeitet werden, sind umfassende Veranstaltungsabsagen ab Oktober die zwingende Konsequenz. Fachkräfte werden noch stärker abwandern.“

 

„Die optionalen Ländermaßnahmen führen erneut zum Flickenteppich an Vorgaben, der nur eines bringt: Veranstaltungsstornierungen mangels Planungssicherheit“, so Eichenberger weiter. „Klar ist, dass die Branche damit ab Herbst wieder für mindestens sechs Monate deutliche Wirtschaftshilfen für ihren Fortbestand in Anspruch nehmen muss. Zudem hat sich Deutschland im europäischen Vergleich abermals für einen Sonderweg entschieden, der zur Abwanderung hochkarätiger Wirtschaftsveranstaltungen und Messen in Nachbarländer führt.“

 

(Foto: Susanne Beimann)

 

www.forward.live

 

Veranstaltungsbranche fordert bundeseinheitliche Maßnahmen ohne Kapazitätsbeschränkungen

Das Forum Veranstaltungswirtschaft - eine Allianz aus sechs Verbänden des Wirtschaftsbereichs: BDKV (Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft), EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren), FAMA (Fachverband Messen und Ausstellungen), ISDV (Interessengemeinschaft der selbstständigen Dienstleisterinnen und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft), LiveKomm (Verband der Musikspielstätten in Deutschland) und VPLT (Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik) - hat die Mitglieder des Bundestages sowie die Bundesregierung aufgefordert, sehr behutsam und umsichtig bei dem Erlass etwaiger Eindämmungsmaßnahmen zu agieren, die im Herbst und Winter aufgrund erneut steigender Infektionszahlen in Betracht gezogen werden könnten.

 

Insbesondere der wirtschaftlich von der Pandemie am stärksten betroffenen Veranstaltungswirtschaft müssten zukünftige Maßnahmen sowohl die Sicherheit als auch eine Perspektive bieten, die es ihnen nach allen Schwierigkeiten der vergangenen zwei Jahre ermöglicht, auch eine weitere Krise wirtschaftlich zu überstehen.

 

Dazu sei es zwingend erforderlich, dass es zukünftig weder Kapazitätsbeschränkungen noch Abstandsregelungen bei Veranstaltungen gibt. Nur so könnten erneute massenhafte Absagen von Events und eine weitere Verunsicherung von Kartenkäufern und Veranstaltungsinteressierten vermieden werden.

 

„Die Allianz sechs maßgeblicher Verbände des Wirtschaftsbereichs fordert bundeseinheitliche und einfache Vorgaben. Wir haben dazu eine Genehmigungsmatrix erarbeitet, die im Einklang mit den Empfehlungen in der 11. Stellungnahme des ExpertInnenrates steht“, berichtet Timo Feuerbach, Geschäftsführer des EVVC. Entscheidend dabei sei eine möglichst einheitliche Kommunikation neuer Regelungen und Empfehlungen. Diese müssten leicht verständlich und nachvollziehbar sein.

 

„Nur eine bundeseinheitliche Vorgehensweise bei der Festlegung der pandemischen Risikostufen und Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung kann eine Planungssicherheit für Veranstalter/innen gewährleisten und einen Kollaps des Wirtschaftszweigs sowie eine weitere Verunsicherung von Veranstaltungsbesuchern verhindern“, so Randell Greenlee, Bereichsleiter für Wirtschaft und Internationales beim VPLT. „Insbesondere Kapazitätsbeschränkungen, die zur erneuten Rückabwicklung von Kartenverkäufen führten, wären für die Branche fatal.“

 

Sowohl in der 11. Stellungnahme des ExpertInnenrates als auch in der Evaluation der Rechtsgrundlagen und Maßnahmen der Pandemiepolitik durch den Sachverständigenausschuss (§5 IfSG) werden Teststrategien als eine Möglichkeit zur Eindämmung der Infektionsrisiken genannt. „Die Musikclubs können nur ohne Kapazitätsbeschränkungen, Abstandsregeln und Maskenpflicht überleben. Wir können uns allerdings - sofern die Krankenhaus- und Kritis-Belastung es zwingend erforderlich machen - mit dem Erfordernis von RT-PCR-Tests in der höchsten Risikostufe arrangieren“, berichtet Axel Ballreich, 1. Vorsitzender LiveKomm. „Die Kosten für die Tests müssen allerdings vom Staat getragen werden. Die sozialen und gesellschaftlichen Aspekte in der Pandemie dürfen dabei nicht vernachlässigt werden.“

 

Die Branche benötige dringend eine Perspektive, wie es im Fall der Fälle im Herbst für sie weitergehen kann. Dazu bedürfe es schnell der Aufnahme eines Dialogs zwischen den Vertretern des Wirtschaftszweiges und der Bundesregierung. „Wir brauchen dringend konkrete Gespräche dazu mit der Bundesregierung“, sagt Marcus Pohl, Vorsitzender der ISDV. „Die Weichen müssen jetzt gestellt werden, damit der sechstgrößte Wirtschaftszweig mit 248.000 Unternehmen nicht doch noch auf den hoffentlich letzten Metern an die Wand fährt und die bisherigen Hilfen damit das Ziel des Erhaltens von Unternehmen und Arbeitsplätzen verfehlen.“

 

Die Veranstaltungswirtschaft hat schon zu Beginn der Pandemie den Schutz der Bevölkerung ernst genommen. Seit Jahrzehnten arbeiten Spezialisten in der Branche, um die Veranstaltungssicherheit zu gewährleisten. Erfolgreiche Hygiene- und Belüftungskonzepte sind entwickelt und umgesetzt worden. Die vom Forum Veranstaltungswirtschaft und diversen eingebundenen Experten erarbeitete Matrix wurde in Abstimmung mit dem Bundesverband Veranstaltungssicherheit (BVVS) verabschiedet. Aus Sicht der Sicherheitsfachplaner ist der modulare Ansatz aus der Matrix sinnvoll und eine länderübergreifende kongruente Umsetzung notwendig.

 

„Nur so können Veranstaltungen mit den dafür notwendigen Hygienekonzepten samt angepasster Maßnahmen in den jeweiligen Risikostufen sicher umgesetzt werden. Dadurch werden sowohl für die Veranstalter/innen als auch für die Behörden klare Rahmenparameter vorgegeben, welche sowohl die Planbarkeit als auch die Genehmigungsfähigkeit vereinfachen“, sagt Sven Hansen, 1. Stellvertretender Vorsitzender des BVVS.

 

„Die Messewirtschaft führt bisher - solange sie dürfte - in der Pandemie sichere Veranstaltungen durch“, ergänzt Michael Kynast vom FAMA. „Dringend erforderlich ist vor allem eine klare und frühe Entscheidung des Bundes und der Länder für den Herbst/Winter 2022/23. Die Veranstalter müssen eine bundesweite Planungssicherheit haben. Die Maßnahmen müssen von vornherein klar sein. Es geht um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Messe- und Kongressstandortes Deutschland.“

 

Trotz einiger erfolgreicher Musikveranstaltungen in diesem Sommer ist die wirtschaftliche Lage der Kulturveranstaltungswirtschaft immer noch prekär. „Der Kartenverkauf für Kulturveranstaltungen läuft bei vielen Veranstaltungen außerordentlich schlecht. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, wie vor allem die nach wie vor bestehende Verunsicherung des Publikums sowie nun auch wachsende Ängste aufgrund der steigenden Inflation und Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine“, berichtet Prof. Jens Michow, Präsident des BDKV. „Die Branche befindet sich daher nach wie vor in einer sehr desolaten Lage, in der es nur noch eines kleinen Windstoßes bedarf, um sie endgültig zum Kippen zu bringen.“ Das werde zwangsläufig zu Insolvenzen, Betriebsaufgaben und noch weiterer Abwanderung von Arbeitnehmern und Soloselbstständigen führen.

 

www.forumveranstaltungswirtschaft.org

 

VPLT fordert Sicherheit für Kulturfrequenzen

VPLT fordert Sicherheit für Kulturfrequenzen

57 Verbände und Unternehmen der Rundfunk- und Kulturindustrie aus achtzehn europäischen Ländern - darunter auch der Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik  (VPLT) - haben sich in einem „Call to Europe“ zusammengeschlossen. Sie fordern die Erhaltung des unteren UHF-Bandes (470-694 MHz) für Rundfunk und drahtlose Produktionsanlagen (PMSE: Programme Making and Special Events). Dazu solle sich nun auch die deutsche Bundesnetzagentur bekennen, nachdem der Koalitionsvertrag bereits eindeutig in diese Richtung weise.

 

Über die künftige Nutzung dieses Bandes nach 2030 wird auf der Weltfunkkonferenz 2023 (WRC-23) entschieden. Auf dem Spiel steht die Zukunft der meistgenutzten TV-Infrastruktur in Europa - achtzig Millionen oder 43 Prozent der Haushalte in der Europäischen Union sehen über digitales terrestrisches Fernsehen fern - und die von Produktionen für Kultur, Medien und Veranstaltungen aller Art.

 

Sie nutzen Geräte wie drahtlose Mikrofone und In-Ear-Monitor-Systeme für Konzerte, Konferenzen und fast jede andere Veranstaltung. Nur wenn die Nutzung des gesamten unteren UHF-Bandes erhalten bliebe, könnten Rundfunk und PMSE weiterhin effizient Frequenzen gemeinsam nutzen und Innovationen weiterentwickeln. Ohne den Zugang zu diesem Spektrum werde terrestrisches Fernsehen nicht mehr möglich sein.

 

„Gerade unsere zahlreichen Mitglieder der Medien- und Veranstaltungstechnik sind auf diese Frequenzen in ihrer täglichen Arbeit angewiesen“, sagt Linda Residovic (Foto), Geschäftsführerin des VPLT. „Eine Politik im Sinne einer Sicherung von Sendefrequenzen für Medien und Kultur unterstützen wir daher von Beginn an.“

 

Der „Call to Europe“ im Wortlaut (Übersetzung aus dem Englischen):

„Rundfunk und Kultur brauchen Frequenzen für ihre Arbeit. Diese Frequenzen zwischen 470 und 694 MHz sind in Gefahr. Die europäischen Staaten müssen handeln und diese Frequenzen sichern!

Der Rundfunk braucht das UHF-Spektrum für eine einfache, kostengünstige und damit zugängliche terrestrische Fernsehübertragung. Künftige Rundfunktechnologien werden es ermöglichen, die Bevölkerung direkt über mobile Geräte zu erreichen.

Im Katastrophen- oder Krisenfall sorgt der terrestrische Rundfunk dafür, dass die Bevölkerung über die Situation informiert bleibt, wenn nötig über Tage und Wochen. Rundfunkübertragungen haben sich bei Naturkatastrophen als sicherer erwiesen.

Produzenten von Inhalten - ob Profis oder Amateure - benötigen UHF-Frequenzen für den ordnungsgemäßen Betrieb von drahtlosen Mikrofonen, In-Ear-Systemen, Talk-Back-Systemen und Audioverbindungen, insbesondere im Rahmen von Live-Veranstaltungen. Sie ermöglichen es tourenden Musikern und Künstlern, mit ihrer eigenen Beschallungsanlage durch ganz Europa zu reisen, und halten Kirchen, Schulen und alle anderen Arten von Versammlungen und Vereinen am Laufen. Darüber hinaus benötigen Rundfunkanstalten diese Geräte für hochwertige Produktionen. Auch Messeveranstalter, Universitäten und viele andere sind auf diese Frequenzen angewiesen.

Über die künftige Nutzung dieses Bandes nach 2030 wird auf der Weltfunkkonferenz 2023 (WRC-23) entschieden. Bis dahin erarbeiten alle Länder ihren nationalen Standpunkt. Ganz Europa braucht die Frequenzen von 470 bis 694 MHz für Kultur und Rundfunk!“

 

(Foto: VPLT)

 

www.vplt.org

www.sos-save-our-spectrum.org

 

Bühnenverein und Gewerkschaften einigen sich auf Mindestgage

Der Deutsche Bühnenverein und die Künstlergewerkschaften GDBA, VdO und BFFS haben sich nach intensiven Tarifverhandlungen in der vierten Runde auf eine neue Gagenregelung für die Solobeschäftigten und Bühnentechnikerinnen und -techniker verständigt. Danach wird die Mindestgage in zwei Stufen von bisher 2000 Euro ab dem 01.09.2022 auf zunächst 2550 Euro und ab dem 01.01.2023 auf 2715 Euro angehoben. Ebenso werden die Gastgagen entsprechend erhöht und erfahren damit auch eine Steigerung von mehr als 35 Prozent.

Die Tarifparteien haben sich darüber hinaus geeinigt, die Mindestgage ab den Tarifrunden 2023/2024 zu dynamisieren. So ist sichergestellt, dass sich diese genauso wie die übrigen Gagen und Gehälter an den Bühnen linear entwickelt.

Teil des Abschlusses ist auch die Einführung einer Stufe in Form einer ebenfalls dynamisierten Beschäftigungszulage in Höhe von 200 Euro auf die Mindestgage zu Beginn der Spielzeit 2023/2024. Solobeschäftigte und Bühnentechniker, die länger als zwei Jahre an Theatern, die dem Deutschen Bühnenverein angehören, gearbeitet haben, erhalten dann mindestens 2915 Euro. Weitere strukturelle Erhöhungen der Gagen ab Herbst 2023 und 2024 sind an eine tarifliche Vereinbarung zur Teilzeit geknüpft.

Forum Veranstaltungswirtschaft erhält Live Entertainment Award

Der deutsche Live Entertainment Award (LEA) würdigt seit 2006 herausragende Leistungen der Show- und Veranstaltungsbranche im deutschsprachigen Raum. Er hat sich mit seinen jährlich bis zu fünfzehn Kategorien zu einer der bedeutendsten Kulturauszeichnungen entwickelt.

 

Die einmalige Kategorie „Branchenallianz des Jahres 2020/2021“ prämiert nun den unermüdlichen Brancheneinsatz von Foren und Verbänden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gemeinsam mit dem Forum Veranstaltungswirtschaft zählen das Forum Musikwirtschaft, die Interessengemeinschaft Österreichischer Veranstaltungswirtschaft und die Swiss Music Promoters Association (SMPA) zu den Preisträgern dieser Kategorie.

 

Stellvertretend für die sechs Verbände des Forums Veranstaltungswirtschaft nahmen während der Gala Prof. Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), Timo Feuerbach, Geschäftsführer des Europäischen Verbandes der Veranstaltungs-Centren (EVVC), Michael Kynast, Vorstandsmitglied des Fachverbandes Messen und Ausstellungen (FAMA), Marcus Pohl, Erster Vorsitzender der Interessengemeinschaft der selbständigen Dienstleisterinnen und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft (ISDV), Axel Ballreich, Erster Vorsitzender der LiveMusikKommission (LiveKomm), und Linda Residovic, Geschäftsführerin des Verbandes für Medien- und Veranstaltungstechnik (VPLT), die Auszeichnung entgegen.

 

„Ganz besonders haben wir uns darüber gefreut, dass uns der Preis durch den Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß übergeben wurde“, sagt Linda Residovic. „Herr Bareiß war in der letzten Legislaturperiode Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und während dieser Zeit ständiger Ansprechpartner für unsere Verbände. Wir würden uns sehr wünschen, dass die jetzige Regierung endlich ebenfalls einen zentralen Ansprechpartner für unseren Wirtschaftszweig benennt.“

 

Nachdem der LEA coronabedingt in den vergangenen beiden Jahren nicht öffentlich vergeben werden konnte, fand die 15. Verleihung des Live-Entertainment-Preises in diesem Jahr wieder als großes Gala-Event mit vielen prominenten Gästen aus allen Bereichen des Kulturbetriebs statt.

 

„Ich habe die Arbeit des Forums Veranstaltungswirtschaft in den letzten Jahren intensiv verfolgt“, sagt Dieter Weidenfeld, Präsident des Live Entertainment Award Committee e.V. und Mitglied des BDKV. „Diese Verbände-Allianz hat mit ihrem Einsatz für unseren Wirtschaftszweig einen entscheidenden Anteil daran, dass unsere Branche die letzten zwei Jahre wirtschaftlich überlebt hat. Den Award haben sich die Verbandsvertreter/innen wirklich verdient.“

 

„Als Forum Veranstaltungswirtschaft freuen wir uns wirklich außerordentlich über die Auszeichnung mit dem LEA“, sagt Linda Residovic. „Dieser Preis zeigt, dass unser Einsatz für die Veranstaltungswirtschaft, insbesondere während der letzten zwei Jahre, öffentlich wahrgenommen und honoriert wird. In Zeiten wie diesen braucht die Branche mehr denn je eine starke Verbandsarbeit, die die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber Politik und Öffentlichkeit schlagkräftig vertritt. Unser Bündnis im Forum Veranstaltungswirtschaft war hier der richtige Schritt, um unsere Forderungen noch zielführender und gebündelt platzieren zu können. Die Würdigung unserer Arbeit mit einem LEA ist damit für unsere weitere politische Arbeit Bestätigung und Ansporn zugleich.“

 

www.forumveranstaltungswirtschaft.org

 

Bewerbungen für Vectorworks Stipendium möglich

Bewerbungen für Vectorworks Stipendium möglich

Zum sechsten Mal starten ComputerWorks und Vectorworks, Inc. das Vectorworks Stipendium, das junge Talente in designorientierten Studiengängen fördert. Die Bewerbungsphase wurde im Juni eröffnet und endet am 15. September 2022.

 

Das Vectorworks Stipendium unterstützt Studierende und Schüler, die ein Studium bzw. eine Ausbildung im Bereich Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur oder Veranstaltungsplanung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz absolvieren. Sowohl Einzel- als auch Gruppenarbeiten können eingereicht werden.

 

Die Preisträger werden in einem zweistufigen Bewertungsverfahren von einer Jury aus Branchenexperten ermittelt: Die Gewinner der ersten Runde erhalten jeweils 2.500 Euro und qualifizieren sich automatisch für den Richard Diehl Award, der zusätzlich mit 7.000 US-Dollar dotiert ist. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 9. Dezember 2022.

 

Seit 2015 fördert das Vectorworks Stipendium junge Talente und zeigt auf, wie die nächste Generation von Planern die Welt verändern kann. In der letzten Bewerbungsphase seien rund 1.800 Einreichungen aus der ganzen Welt eingegangen. „Wir wissen, dass Studierende eine Menge Ausgaben für ihre Ausbildung haben, und wir möchten nicht, dass dies sie daran hindert, ihren beruflichen Weg zu gehen“, sagt Jen Hart, Academic-Marketing-Spezialistin bei Vectorworks.

 

„Unser Stipendium ist eine Gelegenheit für Studierende auf der ganzen Welt, ihre kreativen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und so die Chance zu nutzen, ihre akademischen Ziele zu finanzieren“, so Hart weiter. Bewerbungen können unter https://www.vectorworks.net/scholarship/ eingereicht werden.

 

Das Foto zeigt Entwürfe von Leslie Rahel Majer, Megumi Hari, Martyna Jaworska, Solange Lantigua und Lindi Patricia Oviedo Aguilar. (Foto-Copyright: Vectorworks)

 

www.vectorworks.net

 

Neues Zertifizierungsprogramm für Fortgeschrittene im Shure Audio Institute

Das Shure Audio Institute (SAI) erweitert sein Zertifizierungsprogramm und kündigt ein neues Programm für den Systems-Bereich an. Es besteht aus persönlichen Praxis-Workshops zum Vertrieb und technischen Support, von der Handhabung einer Projektausschreibung bis zur Einrichtung, Konfiguration und Fehlerbehebung von Shure-Systemen und -Lösungen. Die Kurse umfassen mehrere Themengebiete.

 

Im Workshop zum technischen Support des Microflex-Ecosystems wird vermittelt, wie Hardware- und Softwarekomponenten des Microflex-Ecosystem-Portfolios eingerichtet werden, wie konfiguriert wird und Fehler behoben werden. Dazu gehören Microflex Advance, IntelliMix P300, MXN5-C-Netzwerk-Lautsprecher, IntelliMix Room und Designer.

 

Im AV-Konferenz-Workshop erfahren die Teilnehmer, wie sie Microflex Wireless und Microflex Complete Wireless als Einzel- und Mehrfrequenzsysteme für Konferenz- und AV-Konferenzanwendungen installieren und einsetzen können.

 

Im Workshop über drahtlose Mikrofonsysteme für Unternehmen wird vermittelt, wie Einzel- und Mehrfrequenz-Raum-Setups der drahtlosen Mikrofonsysteme des Shure-Systems-Portfolios eingerichtet und konfiguriert werden. Dazu gehören die Produkte ULX-D, Axient Digital und Microflex Wireless unter Verwendung von Software-Tools wie Shure Update Utility, Wireless Workbench und Audinate Dante Controller.

 

Das Shure Audio Institute bietet Online-Kurse und persönliche Kurse an. Für die Teilnahme am Zertifizierungsprogramm für Fortgeschrittene sind der erfolgreiche Abschluss der Systems-Zertifizierung Level 1 und 2 sowie der Tech-Enablement-Kurs für ausgewählte Produkte erforderlich.

 

www.shure.com

 

Meyer Sound setzt Fokus auf Nachhaltigkeit bei neuem Panther-System

Meyer Sound setzt Fokus auf Nachhaltigkeit bei neuem Panther-System

Der Panther, ein neuer Line-Array-Lautsprecher von Meyer Sound, ist das erste Produkt des Unternehmens, das von der Konzeption bis zur Fertigstellung ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit entwickelt wurde.

 

Der CO2-Fußabdruck wird laut Meyer Sound bei der Herstellung, beim Transport und beim Einsatz im Vergleich zu den Vorgängerprodukten deutlich reduziert. Das Unternehmen wolle auch bei allen zukünftigen Produktentwicklungen, Unternehmensstandorten, technischen Support-Initiativen und Ausbildungsprogrammen kontinuierlichen Wert auf Nachhaltigkeit legen.

 

Die Designkriterien für Panther erforderten im Vergleich zu den früheren Generationen von Line-Array-Lautsprechern eine erhebliche Reduzierung von Größe und Gewicht sowie eine Verringerung des Stromverbrauchs um mindestens zwanzig Prozent, um die gleiche akustische Leistung zu erzielen. Das Ergebnis ist ein System mit einem maximalen Schallpegel von mehr als 150 dB bei einem Gewicht von weniger als 68 kg. Panther besitzt die Kompaktheit des Lyon-Line-Array-Lautsprechers, bietet aber nahezu die gleiche Leistung und Long-Throw-Kapazität des größeren und schwereren Leo-Systems.

 

„Die Reduzierung des Stromverbrauchs ist ein wichtiger Faktor, unabhängig davon, ob das System auf Tourneen oder im Installationsbereich eingesetzt wird“, sagt Tim Boot, Director of Global Marketing bei Meyer Sound. „Was jedoch für mobile Anwendungen wirklich entscheidend ist, sind Größe und Gewicht für den Transport. Wenn man nur einen Truck weniger braucht, können die Treibhausgasemissionen bei einer Tour quer durch Nordamerika bereits um zehn Tonnen oder mehr reduziert werden.“ Von Vorteil sei ebenfalls, dass die Self-powered-Systeme von Meyer Sound ohne Verstärkerracks auskommen.

 

Die Nachhaltigkeitsaspekte von Panther seien ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Beschallungssystems für Ed Sheerans „Mathematics“-Tour gewesen, sagt Chris Marsh, Produktionsleiter der Tour und FOH-Ingenieur sowie Hauptgesellschafter der Rental-Firma Major Tom Ltd. „Das Thema Nachhaltigkeit ist heute eines unserer Hauptanliegen bei der Planung einer Tournee“, so Marsh. „Und wir tun alles, was wir können, um umweltfreundlich zu arbeiten. Die Tatsache, dass Panther kleiner und leichter ist, ist eine wirklich große Sache. Das System wird für die Shows in Großbritannien und Europa weniger Platz in den Trucks benötigen, und es wird auch einen großen Unterschied machen, wenn wir es per Schiff oder sogar per Flugzeug transportieren müssen.“

 

Die Vorteile der reduzierten CO2-Bilanz von Panther beschränkten sich dabei nicht auf weltweite Tourneen, bemerkt Tim Boot: „Kleinere Rental-Firmen transportieren die Systeme ebenfalls Tausende von Kilometern im Jahr, auch wenn sie nur in einer bestimmten Region tätig sind. Die Gewichtsreduzierung von Panther macht hier den Unterschied - und wenn man kleinere Trucks einsetzen kann, führt das zu signifikanten Einsparungen.“

 

Eine ähnliche Aufmerksamkeit in puncto Nachhaltigkeit spiegelt sich auch in anderen aktuellen Meyer-Sound-Produkten wider, vor allem in den Ultra-X40- und Ultra-X20-Point-Source-Lautsprechern. Die Nachhaltigkeitsziele sollen bei allen zukünftigen Produktentwicklungen im Fokus stehen und auch die Herstellungsprozesse und Nachhaltigkeitszertifizierungen der wichtigsten Komponentenlieferanten umfassen. Ein sich abzeichnender Trend bei umweltfreundlichen Tourneen ist, dass die Künstler nur Mischpulte und Monitorsysteme mit sich führen und sich auf das festinstallierte Hauptsystem des Veranstaltungsortes verlassen.

 

Meyer Sound ist seit 2016 als „Bay Area Green Business“ anerkannt. Diese Auszeichnung umfasst gezielte Programme zur Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs auf dem Berkeley Campus und die Vermeidung von Abfällen bei der Produktion. Während sich Meyer Sounds Beitrag zum Green Touring auf die Reduzierung von Emissionen im Zusammenhang mit der Konzertproduktion konzentriert, umfasst die breitere Green-Touring-Initiative unter anderem auch die Reduzierung von Treibhausgasemissionen der Veranstaltungsorte und ein nachhaltigeres Verkehrskonzept für die An- und Abreise des Publikums sowie die Verringerung nicht wiederverwertbaren Abfalls.

 

(Foto: Meyer Sound)

 

www.meyersound.de

 

Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins

Bei der Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins am Staatstheater Oldenburg hat sich das Präsidium des Verbands neu konstituiert. „Unsere Gesellschaft befindet sich im Ausnahmezustand. Zunächst die Auswirkungen der Pandemie, nun der brutale Krieg Russlands gegen die Ukraine. Gerade jetzt braucht es starke Bühnen, die es ermöglichen, die Alternativen zu imaginieren und die Welt im Spiel als veränderbar zu begreifen“, sagte Dr. Carsten Brosda, Präsident des Bühnenvereins, anlässlich der Tagung. „Sie sind Räume für den Diskurs darüber, wie unsere Gesellschaft frei, offen und in Vielfalt zusammen leben kann. Die Bühnen werden sich darüber hinaus weiterhin selbst den drängenden gesellschaftlichen Fragen stellen.“

 

Zu den Schwerpunkten der Tagung gehörte die weitere Umsetzung des 2018 verabschiedeten und 2021 erweiterten Wertebasierten Verhaltenskodex an den Häusern. Dazu wurde ein Werkzeugkasten mit ersten Modulen wie Fortbildungsmöglichkeiten, Best-Practice-Beispielen und einer Checkliste für die Theater entwickelt und im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung diskutiert. Ziel ist es, über die Werkzeuge die Ziele des Kodex zu einer gelebten Realität an den Bühnen zu machen.

 

„Der Bühnenverein hat den Anspruch, den so wichtigen Austausch auch über die Zukunft der Arbeit in Theatern und Orchestern zu ermöglichen. Beides - öffentliche Relevanz und gute innere Verfassung - gehören zusammen“, so Brosda. „Mit dem Wertebasierten Verhaltenskodex, dem Phasenmodell zur Intendanzfindung und den Debatten um einen nachhaltigen Theater- und Orchesterbetrieb ziehen wir wichtige Leitplanken ein für eine zukunftsgerechte Entwicklung der Bühnen.“

 

Darüber hinaus wurde ein Vorschlag für ein Phasenmodell zur Intendanzfindung in einem symbolischen Akt an die Rechtsträger übergeben. Das Modell wurde gemeinsam vom dramaturgie-netzwerk und der Intendant(inn)engruppe des Deutschen Bühnenvereins entwickelt und soll den Rechtsträgern als Orientierung dienen, um einen zeitgemäßen Findungsprozess zu unterstützen.

 

Hasko Weber, Vizepräsident und Vorsitzender der Intendant(inn)engruppe des Deutschen Bühnenvereins, sagte dazu: „Leitungswechsel sind Schlüsselvorgänge für zielgerichtete Transformationsprozesse, in denen sich viele Theater und Orchester bereits befinden. Deshalb brauchen wir den Austausch darüber, wie die Findung von Intendanzen und Geschäftsführungen zeitgemäß zu gestalten ist. Das Phasenmodell kann einen wichtigen Impuls in diese Richtung geben.“

 

Überdies tagten die Gruppen/Ausschüsse des Bühnenvereins zu aktuellen Entwicklungen an Theatern und Orchestern und arbeiteten in Workshops an zentralen Themen wie Digitalität, Nachhaltigkeit, Diversität, Umgang mit Gastverträgen und Audience Development. Die in den Workshops erarbeiteten Ergebnisse sollen in einem nächsten Schritt in die Verbandsarbeit direkt überführt werden.

 

Zum kulturpolitischen Kontext der Diskussion um Nachhaltigkeitsthemen gab es einen Impuls von Dr. Sebastian Brünger von der Kulturstiftung des Bundes, die mit ihren Förderprogrammen zahlreiche Mitglieder des Bühnenvereins in ihren Bemühungen um einen nachhaltigen Theater- und Orchesterbetrieb unterstützt. „Ich bin der Überzeugung, dass es beides braucht: Eine mutige Politik, die die Probleme benennt und den Rahmen steckt. Und es braucht die einzelnen Akteurinnen und Akteure, die Forderungen stellen und mit guten Beispielen vorangehen. Daher ist es sinnvoll, verstärkt in den Dialog zu treten, um ins Handeln zu kommen“, so Brünger.

 

Ergänzend fand ein Austausch zur aktuellen kulturpolitischen Situation statt. Diskutiert wurde hierbei sowohl über die langfristigen Auswirkungen der Pandemie als auch über die Beschäftigungsbedingungen der künstlerisch Beschäftigten an den Bühnen. „Die Bühnen sind in Zeiten großer globaler Krisen, die unsere Leben erschüttern, die Orte und das Fundament, auf das unsere Gesellschaft baut. Gerade jetzt muss es darum gehen, die Bühnen so aufzustellen, dass sie ihr Wirkvermögen voll zur Entfaltung bringen können“, sagte Claudia Schmitz, Geschäftsführende Direktorin des Bühnenvereins. „Dazu brauchen sie das klare Bekenntnis der Kulturpolitik, welches mit dem Anerkenntnis verbunden sein muss, dass der Mehraufwand für die Finanzierung der Erhöhung der Einstiegsgage unser aller gemeinsame Aufgabe ist.“

 

Die Intendant(inn)engruppe des Deutschen Bühnenvereins verlieh im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 11. Juni 2022 den Dr.-Otto-Kasten-Preis, der alle zwei Jahre an junge Theaterschaffende vergeben wird. Ausgezeichnet wurden Regisseurin Sapir Heller und Dramaturgin Lena Wontorra, Regisseurin Franziska Angerer, die Performance-Gruppe Pulk Fiktion, die Performerin Jana Zöll sowie die Online-Inszenierung „Wir sind noch einmal davongekommen“ des Studiengangs Schauspiel der Theaterakademie August Everding.

 

www.buehnenverein.de

 

Arri eröffnet zusätzlichen Standort in Süddeutschland

Arri eröffnet zusätzlichen Standort in Süddeutschland
Arri eröffnet zusätzlichen Standort in Süddeutschland

Bei einer Einweihungsfeier Ende Mai 2022 wurde der zusätzliche Standort von Arri Lighting im süddeutschen Brannenburg offiziell eröffnet. Dieser liegt etwa zwanzig Fahrminuten vom Werk in Stephanskirchen entfernt zwischen den Städten Rosenheim, München, Salzburg und Innsbruck.

 

„Mit diesem Standort wollen wir das Licht-Geschäft, das inzwischen eine wichtige Säule von Arri darstellt, weiter verstärken“, kommentiert Ivo Ivanovski, General Manager Business Unit Lighting bei Arri. Das Areal in der Flintsbacher Straße 1-5 besteht aus einem Bürogebäude, einer Logistikhalle und einem Parkhaus mit 140 PKW-Stellplätzen. In dem Bürokomplex mit drei Etagen und einer Gesamtfläche von 3.350 Quadratmetern arbeiten derzeit rund dreißig Mitarbeiter.

 

Der neue Standort beinhaltet zudem eine Service-Werkstatt mit Messraum für Reparaturen sowie ein mit Digitalkameras und LED-Scheinwerfern von Arri ausgestattetes Streaming-Studio zur Durchführung von Online-Service-Trainings und zur Online-Unterstützung bei Reparaturen in schwer zugänglichen Regionen der Erde.

 

In der Logistikhalle wurde auf einer Gesamtlagerfläche von 5.050 Quadratmetern ein Hochregallagersystem mit circa 4.500 Palettenstellplätzen und Kommissionierfläche aufgebaut. Von Brannenburg aus werden nun Arri-Lichtprodukte an Destinationen in aller Welt geliefert. Das gesamte Versandvolumen soll künftig etwa 1,2 Millionen Kilogramm pro Jahr betragen. Rund 3.500 Ausgangssendungen mit insgesamt etwa 38.000 Einzelpositionen können jährlich abgefertigt werden.

 

Während der Einweihungs-Veranstaltung fand eine Tombola statt, bei der Arri-Spendenschecks im Wert von insgesamt 5.000 Euro verlost wurden. Die Empfänger - regionale Hilfsorganisationen -  wurden vorab von den Mitarbeitern ausgewählt: 2.000 Euro kommen dem Tierschutzverein Rosenheim zugute, jeweils 1.000 Euro erhalten das Tierheim Rosenheim, die Ukraine-Hilfe des Landratsamtes Rosenheim sowie der Verein PädCare, der Kinder in Krankenhäusern besucht und beschenkt.

 

Gruppenbild (v.l.n.r.): Matthias Jokisch (Erster Bürgermeister Brannenburg), Markus Lampier (Director of Global Supply Chain Management, Arri), Gregor Hüttel (Head of Logistics und Standortleiter Brannenburg, Arri), Ivo Ivanovski (General Manager Business Unit Lighting, Arri), Dr. Matthias Erb (Vorstandsvorsitzender, Arri) und Dr. Michael Neuhäuser (Vorstand, Arri). (Foto-Copyrights: Arri)

 

www.arri.com

 

Harting zieht positive Hannover-Messe-Bilanz

Harting zieht positive Hannover-Messe-Bilanz

Die Harting Technologiegruppe blickt auf eine erfolgreiche Hannover Messe 2022 zurück. Sowohl der zweite Platz beim Hermes Award als auch das Interesse das Fachpublikums an den Connectivity-Highlights und Applikationslösungen sorgte beim Espelkamper Familienunternehmen für zufriedene Gesichter.

 

„Endlich konnten wir auf der Hannover Messe 2022 unseren Kunden und Partnern wieder persönlich und in Präsenz gegenüberstehen, um ihnen unsere Highlights zu präsentieren“, resümiert Philip Harting (Foto), Vorstandsvorsitzender der Technologiegruppe.

 

Den Auftakt machte die Verleihung des Hermes Awards am Sonntagabend: Mit einem zweiten Platz für die Han-Modular-Domino-Module zählt die Harting-Steckverbinder-Neuheit zu den Top-3-Innovationen 2022.

 

(Fotos: Harting Technologiegruppe)

 

www.harting.com

 

Harting zieht positive Hannover-Messe-BilanzHarting zieht positive Hannover-Messe-Bilanz

Forum Veranstaltungswirtschaft kritisiert „Angstmache“ der WHO

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht laut einer Erklärung des WHO-Regionaldirektors für Europa, Dr. Hans Henri Kluge, ein gewisses Risiko bezüglich Infektionen mit dem Affenpocken-Virus bei Festivals und großen Veranstaltungen, weil daran vor allem junge und sexuell aktive Menschen teilnehmen würden.

 

Das Forum Veranstaltungswirtschaft - eine Allianz aus sechs Verbänden des Wirtschaftsbereichs: BDKV (Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft), EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren), FAMA (Fachverband Messen und Ausstellungen), ISDV (Interessengemeinschaft der selbstständigen Dienstleisterinnen und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft), Livekomm (Verband der Musikspielstätten in Deutschland) und VPLT (Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik) - zeigt sich - Zitat - „entsetzt über diese unverantwortliche Angstmacherei“, für die keinerlei Anlass bestehe, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

Die Veranstaltungswirtschaft sei unter schweren Rahmenbedingungen bemüht, nach zweijähriger Zwangspause „wieder einigermaßen wirtschaftlich“ Veranstaltungen durchführen zu können. Dabei leide sie erheblich darunter, dass viele Menschen „immer noch Angst davor“ hätten, sich bei Veranstaltungen mit dem Coronavirus zu infizieren. Diese Angst werde laut Forum Veranstaltungswirtschaft durch die Erklärung der WHO „ohne jegliche fundierte Grundlage“ geschürt.

 

In Deutschland sind derzeit dreiunddreißig Fälle von Affenpocken-Infektionen bekannt. Laut Robert-Koch-Institut (RKI), Bundesgesundheitsminister Lauterbach und weiterer Experten überträgt sich die Krankheit nur schwer von Mensch zu Mensch. Das Virus sei nach Ansicht des Forums Veranstaltungswirtschaft daher „in keiner Weise“ mit der Ansteckungsgefahr des Coronavirus vergleichbar.

 

„Menschen kommen doch nicht nur bei Großveranstaltungen und Festivals eng zusammen, sondern auch im Freibad, im Fitnesscenter, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Flugzeug und an vielen weiteren Orten. Vor einer erhöhten Ansteckungsgefahr bei Festivals durch ‘sexuell aktive Menschen’ zu warnen, ist völlig unangemessen“, sagt Timo Feuerbach, Geschäftsführer des EVVC. Deshalb erwarte das Forum Veranstaltungswirtschaft, dass die WHO „eine derartige Panikmache“ zukünftig unterlasse.

 

„Die Aussagen von Herrn Dr. Kluge sind nicht nur falsch und schüren unnötige Angst unter Besuchern von Veranstaltungen, sondern sie erschweren erheblich die wirtschaftliche Situation des sechstgrößten Wirtschaftszweigs, dem es aufgrund der Corona-Pandemie immer noch nicht möglich ist, wirtschaftlich wieder auf die Füße zu kommen. So verantwortungslos darf man Hilfe- oder Warnrufe nicht einsetzen“, ergänzt Marcus Pohl, Vorsitzender der ISDV.

 

www.forumveranstaltungswirtschaft.org

 

LaserAnimation Sollinger übernimmt Ray Technologies

Die LaserAnimation Sollinger GmbH hat mit der Ray Technologies GmbH, besser bekannt unter ihrer Marke RTI, einen weiteren Hersteller der Showlaser-Branche übernommen.

 

LaserAnimation Sollinger richtete sich mit seinem Produktangebot bislang ausschließlich an Kunden, die im professionellen Show-, Kunst- oder Designbereich tätig sind. Die Erweiterung um Ray Technologies stellt daher eine strategische Entscheidung dar, um eine breitere Positionierung im Showlasermarkt zu erreichen.

 

Die Übernahme soll operativ in Kürze abgeschlossen werden. Die Produktion läuft uneingeschränkt und nahtlos weiter. Von der Ray Technologies GmbH wurden neben dem Standort in Bayern alle Mitarbeiter und Markenrechte übernommen und die Gesellschaft in die LaserAnimation Sollinger GmbH verschmolzen.

 

Innerhalb der LaserAnimation Sollinger GmbH werden die beiden Marken LaserAnimation und RTI mit den dazugehörigen Produktserien weitergeführt. Die ersten gemeinsamen Entwicklungen sind bereits abgeschlossen. So wurde das erste dieser neuen Produkte, der RTI Ango, kürzlich auf der Prolight + Sound 2022 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Die Mitarbeiterzahl hat sich durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen auf rund vierzig erhöht. Derzeit werden weitere Kräfte für neu geschaffene Arbeitsstellen gesucht.

 

www.laseranimation.com

 

Esylux optimiert digitale Messeplattform Esyshow

Esylux optimiert digitale Messeplattform Esyshow

Im Rahmen der Esyshow 2.0 hat Hersteller Esylux seine digitale Messeplattform runderneuert und sowohl um Themen als auch um Funktionen erweitert. Ein virtueller Messestand zeigt den Besuchern beim Betreten alle übergeordneten Themen auf einen Blick in der Frontalansicht.

 

Grafische Elemente wie Messewände und -tresen sollen der Orientierung dienen, ebenso wie beschriftete Hotspots, die zu den einzelnen Bereichen weiterleiten. Hierzu zählen unter anderem Planungsbeispiele für Raumtypen in Büros, Bildungseinrichtungen und Gesundheitsstätten, aktuelle Produktinnovationen sowie ein Überblick über die neuen Esylux-Lösungen zur Lichtsteuerung mit Dali-2.

 

Nutzen Besucher einen Hotspot, erhalten sie Gelegenheit, die Möglichkeiten und Eigenschaften der Automations- und Lichtlösungen des Herstellers aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen. 3D-Darstellungen, Animationen und Videos tragen zur Anschaulichkeit bei. Wer vertiefende Inhalte wünscht, findet Links zu den entsprechenden Bereichen auf der Esylux-Website.

 

(Foto: Esylux GmbH)

 

www.esylux.com

 

Vodafone Deutschland und E3 World schließen Partnerschaft für XR-Anwendungen

Vodafone und E3 World, eine mittelständische Dienstleistungsgruppe mit Unternehmen für Exhibitions, Events und Environments, schließen eine weltweite strategische Partnerschaft für die Entwicklung und den Vertrieb von Extended- Reality-(XR)-Anwendungen für Messen und Veranstaltungen.

 

In der Zusammenarbeit sollen sowohl bereits vorhandene XR-Anwendungen von Vodafone eingebracht als auch neue Lösungen entwickelt werden, um diese dann weltweit exklusiv für die Kunden von E3 World einzusetzen. Das soll auf den Messen und Veranstaltungen der Kunden der Fall sein, aber auch in den sogenannten Pre- und Post-Phasen eines Events.

 

Als Telekommunikations-Konzern bringt Vodafone die Technologie-Expertise in die Zusammenarbeit ein. „Dank unserer 5G-Infrastruktur werden XR-Anwendungen zu visuellen und akustischen Erlebnissen, durch die Inhalte ganzheitlich wahrgenommen werden. Sie sind die ideale Schnittstelle zu neuen digitalen Realitäten von Marken und damit zur Schaffung ganz neuer Markenerlebnisse. Für die Messe- und Veranstaltungsbranche geht es genau darum“, sagt Alexander Saul, Director Enterprise Business der Vodafone GmbH Deutschland.

 

Marc Matern, Geschäftsführer der beiden E3-Marken ET Global und Keck, ergänzt: „Digitale Inhalte auf Messen oder Veranstaltungen gibt es natürlich schon länger. Markenerlebnisse im Raum haben bisher jedoch meistens noch klare physische Grenzen. Wir hören von unseren Kunden immer häufiger, dass sie diesen Raum inhaltlich gern erweitern wollen.“

 

(Fotos: Vodafone/E3 World)

 

www.e3.world

 

Technische Dienstleister der Fernseh- und Filmbranche sehen kritisch in die Zukunft

Mit gedämpften Erwartungen blicken die technischen Dienstleister der Film- und Fernsehbranche auf das kommende Halbjahr. Dies geht aus dem Frühjahrsbarometer hervor, den der Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen (VTFF) erstmals unter seinen Mitgliedern erhoben hat.

 

Fünfzig Prozent der Befragten erwartet für die nähere Zukunft allenfalls leicht bis mäßig steigende Umsätze, 43 Prozent erwarten sogar sinkende. Die größten Wachstumsbremsen sehen die Dienstleister in den rasant steigenden Energiepreisen, dem grassierenden Fachkräftemangel, aber auch in der kurzfristigen Stornopraxis von Produzenten und Sendern.

 

Die Bereitschaft, sich für Zukunftsthemen wie „Green Shooting“ oder „Diversität“ zu engagieren, ist unter den Dienstleistern dennoch hoch. So wollen zwei Drittel der Unternehmen künftig in „Green Shooting“-Maßnahmen investieren. Corona, explodierende Energiekosten aufgrund des Ukraine-Kriegs und Personalmangel sind die Hauptfaktoren, die der Stimmung bei den Firmen für Außenübertragung, den Studios sowie den Dienstleistern aus dem Rental-, Postproduktions- und VFX-Bereich der Filmbranche einen Dämpfer aufsetzen.

 

42 Prozent der Befragten erkennen in der weiterhin bestehenden Corona-Pandemie eines der größten Wachstumshemmnisse, 35 Prozent sehen durch steigende Energiepreise ihr Wachstum gefährdet, zumal sie die gestiegenen Kosten nur mit großen Anstrengungen an die Kunden weitergegeben können. Das gravierendste Problem ist nach Meinung der Befragten aber der Fachkräftemangel; rund 57 Prozent sehen in nicht besetzten Stellen den größten Bremsklotz für eine prosperierende Entwicklung.

 

Neben diesen Problemen, die die gesamte deutsche Wirtschaft betreffen, werden die technischen Dienstleister noch von einem branchenspezifischen Missstand geplagt: kurzfristige Stornierungen von Aufträgen durch Produzenten und Sender - mit der Folge, dass Produktionskapazitäten brachliegen und massive Zusatzkosten entstehen. Fast die Hälfte (46,2 Prozent) der Umfrageteilnehmer sehen in dieser Vorgehensweise eine Gefährdung ihrer Umsatzrendite.

 

Über die Hälfte der befragten Dienstleister bewerten ihre wirtschaftliche Lage entsprechend als „verbesserungswürdig“ (53,9 Prozent). Der Blick auf die nähere Zukunft fällt demnach eher düster aus: 61,5 Prozent der Befragten prognostizieren für die anstehende zweite Jahreshälfte eine „gesamtwirtschaftliche Eintrübung“, weitere 53,9 Prozent sehen eine Konsolidierung der Branche und ein Absinken der Anzahl der Unternehmen voraus.

 

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage sind die kreativen und technischen Dienstleister willens, in Zukunftsthemen zu investieren. So haben 57,7 Prozent bereits ihre Cybersecurity verbessert, um Datenklau zu verhindern, 23,1 Prozent planen dies. Weitere 65,4 Prozent wollen „auf jeden Fall“ bzw. „sehr wahrscheinlich“ in Maßnahmen für „Green Shooting“ investieren. Auch die vom VTFF seit langem geforderte grundlegende Reform der Filmförderung bzw. ihre Umwandlung in ein steuerbasiertes Anreizsystem wird von 61,5 Prozent der Umfrageteilnehmer unterstützt.

 

Um ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu stärken, haben die Dienstleiter der Film- und TV-Branche zudem die Themen „Diversity, Equity & Inclusion“ identifiziert und entsprechend gehandelt: Fast 93 Prozent der Befragten haben bereits in ihren Unternehmen entsprechende Maßnahmen ergriffen oder planen dies.

 

In dem VTFF-Barometer wurden auch die Erwartungen der Mitglieder an die Bundesregierung, speziell an Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck, abgefragt. Tenor: Von Claudia Roth fordern die Dienstleister vor allem einen grundlegenden Umbau der Filmförderung, von Habeck das energische Vorantreiben der Energiewende.

 

„Das VTFF-Frühjahrsbarometer spiegelt die Problemfelder der technisch-kreativen Dienstleister klar wider. Sie sind seit langem die Schwerpunkte unserer Verbandsarbeit“, resümiert Achim Rohnke, Geschäftsführer des VTFF. Das Barometer zeige aber auch, dass die Dienstleister die Probleme erkannt haben und willens sind, in Lösungen zu investieren. „Sehr erfreulich ist die Bereitschaft, trotz aller wirtschaftlichen Probleme Green Shooting umzusetzen“, so Rohnke weiter.

 

Auch die Politik sei gefordert: „Unsere Mitglieder haben die klare Erwartung an die Politik, dass die Filmförderung reformiert und die Energiewende umgesetzt wird. Diese Transformation kann in der Film- und Fernsehbranche aber nur gelingen, wenn die Politik entsprechende Bedingungen schafft und bereit ist, die Dienstleister durch unbürokratische Förderprogramme zu unterstützen“, so der VTFF-Geschäftsführer.

 

An dem vierzehn Fragen umfassenden Frühjahrsbaromter des VTFF haben die Hälfte der Mitglieder des Verbandes teilgenommen.

 

www.vtff.de

 

Corona: Messewirtschaft verlangt Planungssicherheit von der Politik

Die Messewirtschaft in Deutschland fordert von der Politik für das kommende Winterhalbjahr Machbar-Regeln für Messen ohne jegliche Zugangs- oder Kapazitätsbeschränkungen. Weitere Schließungswellen trage die Branche nicht mit, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

Stattdessen erwarte man von der Politik Konzepte, wie die deutsche Messewirtschaft stabil durch den Winter kommt. In Berlin beraten heute die Führungskräfte der deutschen Messeplätze, von Veranstaltern, Dienstleistern sowie Aussteller- und Besucher-Verbänden über die angespannte Lage der Branche.

 

„Der Gesetzgeber muss jetzt gewährleisten, dass Messen auch im kommenden Winterhalbjahr stattfinden können - und zwar ohne jegliche Zugangs- und Kapazitätsbeschränkungen: Messe-Machbar-Regeln statt Verbote, Hygienekonzepte statt Personenobergrenzen“, sagt Philip Harting, Vorsitzender des Verbands der deutschen Messewirtschaft (AUMA). „Messen brauchen vor allem Planungssicherheit. Der Grundstein dafür muss heute in der politischen Kommunikation gelegt werden. Sonst reden wir in einem Jahr erneut über ein Messehalbjahr zum Vergessen. Dann werden Messen zum Zuschussbetrieb, statt Wirtschaftsmotor zu sein. Eine weitere Schließungswelle tragen wir nicht mehr mit - weil wir es nicht mehr verkraften würden. Kaum ein Wirtschaftszweig ist derart hart von den politischen Entscheidungen in der Corona-Pandemie betroffen gewesen.“

 

Im ersten Quartal 2022 konnten von geplanten 140 Messen nur rund zwanzig stattfinden, der Großteil davon im März. Im April fand von den rund voerzig geplanten Messen nur gut die Hälfte statt. 2021 wurden mehr als siebzig Prozent aller Messen abgesagt oder verboten, 2020 waren es fast siebzig Prozent an Streichungen. Nach dem Ende aller Verbote stehen die Messeplätze in Deutschland nun vor einem heißen Messesommer, den es so noch nicht gegeben hat: Nach dem Mai mit gut fünfzig Messen finden im Juni mehr als vierzig Messen statt, so viele Branchenschauen wie nie zuvor in diesem Monat. Mehr als die Hälfte der noch etwa 250 Messen in diesem Jahr finden im Sommer statt. Ein Novum, denn Messesaison ist in der Regel das Winterhalbjahr.

 

„Der Nachholbedarf ist enorm. Der enge Messekalender in diesem Sommer wird zu stemmen sein. Aber der Kraftaufwand ist enorm. Ein Dauerzustand kann das nicht werden“, betont Harting. „Vor allem die Produktorder-Zyklen etlicher Branchen sprechen gegen mehr Sommermessen. In diesem Sommer wird sich nicht alles aufholen lassen, worauf die Wirtschaft zwei Jahre lang verzichten musste. Den allermeisten haben ihre Messen gefehlt. So sehr, dass wir wohl auch 2023 einen Messesommer erleben werden.“

 

Pauschale Messeverbote hätten Veranstalter von Messen oder Gewerke wie den Messebau an den Rand der Existenz und Leistungsfähigkeit gebracht, mahnt Harting. Vielerorts fehlten nun Fachkräfte bei diesem dritten Neustart seit 2020. Messeveranstalter wie Dienstleister beklagen einen enormen Verlust an motivierten Mitarbeitern, weil vielen die Perspektive nach so langer Schließung fehlt. Zugleich verzeichnen die Messeunternehmen ungekannte wirtschaftliche Schäden und historische Einbrüche in den Bilanzen und bei allen wesentlichen Kennzahlen. 55 Milliarden der rund 350 Milliarden Euro an gesamtwirtschaftlichem Schaden seit Beginn dieser Pandemie hängen laut AUMA an den Schließungen, Verboten und Verschiebungen von Messen.

 

www.auma.de

 

Österreichische Tourismustage: Kongress- und Tagungsbranche blickt positiv in die Zukunft

Österreichische Tourismustage: Kongress- und Tagungsbranche blickt positiv in die Zukunft

Die österreichische Kongress- und Tagungsbranche traf sich auf den Österreichischen Tourismustagen (ÖTT) nach langer Zeit wieder „in echt“. In einer gemeinsamen Pressekonferenz ließen Sandra Neukart, neue COO von Österreich Werbung (ÖW), Gerhard Stübe, Präsident des Austrian Convention Bureau (ACB) und Geschäftsführer Kongresskultur Bregenz, und Christian Woronka, Sprecher der Bundesländer Convention Bureaux, Leiter des Vienna Convention Bureaus und des Marktmanagements im Wiener Tourismusverband, das Jahr 2021 Revue passieren und blickten zuversichtlich in die Zukunft.

 

10.400 Kongresse, Firmentagungen und Seminare mit einer halben Million Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die österreichweit 811.187 Nächtigungen generierten: So sieht die Bilanz aus dem Meeting Industry Report Austria (MIRA) für das Jahr 2021 aus, der im Rahmen der Österreichischen Tourismustage präsentiert wurde. „Nach dem Corona-bedingten Einbruch 2020 konnte 2021 der Turnaround geschafft werden. Wir haben 2021 ein Wachstum in allen drei Veranstaltungssegmenten von über 20 Prozent, verglichen mit dem Vorjahr. Besonders Kongresse haben mit 27,3 Prozent und Firmentagungen mit 23,2 Prozent wieder zugelegt“, fasst Gerhard Stübe die Ergebnisse der Studie zusammen.

 

„Die Branche befindet sich nach wie vor in einer Übergangsphase mit sehr vielen Herausforderungen“, gibt Stübe zu bedenken. Einflussfaktoren wie steigende Energiekosten und Preiserhöhungen, die Kurzfristigkeit der Buchungen, Mitarbeitermangel und die Veränderung der Arbeitsfelder würden die Branche in den nächsten Jahren begleiten. Deshalb seien vor allem Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zukunft vonnöten.

 

„Der Wegfall von Corona-Maßnahmen war für die Meeting-Branche enorm wichtig - auch im internationalen Wettbewerb. Es gibt nach wie vor Herausforderungen zu bewältigen, dennoch blicken wir positiv in die Zukunft und freuen uns, dass wir endlich wieder loslegen können“, zeigt sich Christian Woronka zuversichtlich. „Mit neuen Angeboten und Investitionen in die Meeting-Infrastruktur bleibt das Tagungsland Österreich interessant und relevant für nationale wie internationale Veranstalter.“ Dieses Commitment zeige sich auch anhand konkreter Projekte, wie durch die Schaffung des Hauses der Digitalisierung am Campus Tulln in Niederösterreich, durch das Gurgl Carat in Tirol oder durch die Modernisierung des Austria Center Vienna (ACV).

 

Allein in Wien sind dieses Jahr vierzig Großveranstaltungen mit über eintausend Gästen geplant, darunter der Congress of the European Hematology Association. Hinzu kommen zahlreiche Messen, Ausstellungen und Festivals. Auch in den Bundesländern stehen Veranstaltungshighlights wie der AirMed Congress in Salzburg oder der Dornbirn Global Fiber Congress auf dem Programm.

 

„Um den Convention-Bereich nach der Disruption der vergangenen zwei Jahre zu stabilisieren und ihn für die Zukunft zu wappnen, hat die Österreich Werbung heuer eine 8-Säulen-Strategie entwickelt“, erklärt Sandra Neukart. Diese werde anhand von mehreren konkreten Maßnahmen, wie einer Imagekampagne in den wichtigsten Märkten ab dem 3. Quartal 2022, der Präsenz auf den wichtigsten Verkaufsplattformen in ganz Europa und der Etablierung eines Data Hubs zur Verbesserung des Convention-Erlebnisses umgesetzt.

 

Der auf den ÖTT 2022 erstmalig etablierte Convention-Fokus mit einem hochkarätig besetzten Programm leitet sich ebenfalls von dieser Strategie ab. Damit wird auch der Bedeutung der Branche für den Tourismusstandort Österreich Rechnung getragen: Die Tagungsindustrie weist laut Zahlen aus dem Jahr 2019 höhere Pro-Kopf-Spendings im Vergleich zum Urlaubstourismus auf und verbreitert die touristischen Saisonen in den Frühling und den Herbst. „Wir wollen den Kongressstandort Österreich als nachhaltige Destination positionieren und auch damit weitere Kongresse nach Österreich holen. Wir gehen hier und heute mit gutem Beispiel voran: Die Österreichischen Tourismustage wurden als Green Event zertifiziert“, so Neukart.

 

„Wir stehen vor einer Vielzahl neuer Möglichkeiten im Meetingbereich. Es gilt, digitale Tools als Chance zu betrachten, denn die Grenzen zwischen der analogen und digitalen Welt verschwimmen zunehmend“, ergänzt Christian Woronka. „Um auf die Herausforderungen der aktuellen Zeit - Stichwort Kurzfristigkeit und Planbarkeit - reagieren zu können, bleiben Flexibilität und partnerschaftliche Zusammenarbeit das Gebot der Stunde. Und auch in Zukunft müssen wir als Destinationen, als Convention Bureaux gemeinsam mit unseren Partnern faire Lösungen für alle Seiten finden.“

 

(Foto: Austrian Convention Bureau)

 

www.acb.at

 

UC-M40-Panoramakamera von Maxhub erhält „Best of Show Award“

UC-M40-Panoramakamera von Maxhub erhält „Best of Show Award“

Maxhub hat für seine UC-M40-4K-Konferenzkamera nach dem Red Dot Award nun auch auf der ISE 2022 eine Auszeichnung erhalten. So konnte sich die Unified-Communication-Lösung in der Kategorie „AV Technology“ durchsetzen und wurde mit dem „Best of Show Award“ gewürdigt.

 

„Das globale Team von Maxhub ist stolz, dass sich die UC M40 auf einer der größten AV-Messen der Welt gegen die große Konkurrenz durchsetzen konnte“, kommentierte Darren Lin, General Manager, Maxhub.

 

(Foto: Maxhub)

 

www.maxhub.com