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Corona: Messewirtschafts-Chef Harting fordert einheitliche Regeln

Corona: Messewirtschafts-Chef Harting fordert einheitliche Regeln

Die Messewirtschaft in Deutschland warnt vor einem „neuerlichen Regel-Wirrwarr“ der Pandemie-Lockerungen. Vor dem Bund-Länder-Treffen an diesem Donnerstag fordert die Branche deutschlandweite „Messe-Machbar-Regeln“, die das Messeleben nach nahezu zwei Jahren verordnetem Corona-Stillstand wieder dauerhaft ermöglichen. Pauschale Messeverbote dürften nicht nochmals zum Instrumentenkasten dieser Pandemie gehören, auch nicht im kommenden Herbst und Winter. Bund und Länder seien mit ihrer Impfkampagne in der Pflicht.

 

„Statt neuem Wildwuchs ist es allerhöchste Zeit, dass sich das Corona-Regel-Dickicht lichtet“, sagt Philip Harting (Foto), Vorsitzender des Verbandes der deutschen Messewirtschaft, AUMA. „Niemand im Ausland und kaum jemand hierzulande versteht noch den deutschen Regel-Dschungel. Frankreich hat ein Reglement, Deutschland sechzehn Vorschriften. Frankreich ermöglicht vierzig Messen im März, in Deutschland können nur fünfzehn von sechzig geplanten Messen stattfinden. Nach zwei bedrückenden Jahren des Stillstands in der deutschen Messewirtschaft muss ab sofort das Möglichmachen Vorrang haben. Messen in Deutschland sind als Handelsplätze der Wirtschaft beispielhaft sicher.“

 

Im eigentlich messestarken Januar und Februar haben nahezu keine Messen in Deutschland stattfinden können. In Schleswig-Holstein sind Messen de facto immer noch nicht möglich. In Bayern, Bremen und Thüringen gilt 2G oder 2G plus, in weiteren Bundesländern die 3G-Regel. Hamburg verzichtet derweil komplett auf Zugangsregelungen. Das Messegeschäft läuft unter diesen Bedingungen erst langsam an - der Planungsvorlauf beträgt mehrere Monate. Die Unsicherheiten sind immer noch groß.

 

„Trotz Ende der Epidemischen Lage nationaler Tragweite seit mehr als einem Vierteljahr besteht bis heute noch die Gefahr von Messeverboten. Die Politik hat damit unmöglich statt möglich gemacht“, so Harting weiter. „Die Eiszeit für Messen in Deutschland muss mit dem Frühlingsanfang enden. Jegliche Form eines pauschalen Verbots wäre künftig absolut unverhältnismäßig. Stattdessen erwarten wir in der Messewirtschaft vom Bund und den Ländern eine eindrucksvolle Impfkampagne, die uns gut durch den nächsten Herbst und Winter trägt.“

 

Auf mehr als 54 Milliarden Euro schätzt der AUMA mittlerweile den Schaden in der Branche und den eng verbundenen Wirtschaftszweigen seit Anfang 2020. Vor der Pandemie hat die Messebranche noch mit rund 28 Milliarden Euro jährlich zum gesamtwirtschaftlichen Plus beigetragen. 165.000 der 230.000 Arbeitsplätze in der Branche sind laut AUMA nach wie vor bedroht.

 

(Foto: Harting Technologiegruppe)

 

www.auma.de

 

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