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Henk-Jan van Beek setzt Lichtdesign beim Eurovision Song Contest mit Robe um

Die Produktionsbeleuchtung beim Eurovision Song Contest (ESC) 2021 in der Ahoy Arena in Rotterdam (Niederlande) wurde von LD Henk-Jan van Beek von Light-H-Art geleitet, der eng mit den Co-Designern Bas de Vries und Martin Beekhuizen zusammenarbeitete.

 

Neben der Entwicklung eines allgemeinen Beleuchtungsdesigns für die Show arbeiteten sie mit allen Delegationen für ihre individuellen Shows zusammen - viele hatten ihre eigenen beratenden Lichtdesigner und künstlerischen Leiter dabei - und kreierten 39 individuelle Auftritte innerhalb des Gesamtdesigns der Show.

 

Henk-Jan van Beek spezifizierte 740 x Robe Moving Lights für die Veranstaltung, die mehr als ein Drittel des gesamten, 1.782 aktive Scheinwerfer umfassenden Beleuchtungs-Riggs ausmachten. Das gesamte Lichtequipment der Veranstaltung - plus Audio und Rigging - wurde vom niederländischen Rental-Spezialisten Ampco Flashlight, dem offiziellen technischen Ausstatter des ESC 2021 für Licht, Audio und Rigging, geliefert.

 

Laut Dennis van der Haagen, operativer und kommerzieller Direktor von Ampco Flashlight, wurde das Unternehmen nach einem offiziellen europäischen Ausschreibungsverfahren ausgewählt, um - erstmalig - drei Bereiche der Produktion auszustatten. Der die Liste an Geräten von Robe Lighting bestand aus 396 x Spiider, 220 x LEDBeam 150, 92 x BMFL WashBeam und 25 x Tetra2-Moving-LED-Bars, plus 12 x BMFL FollowSpot LT, die über 12 x Robe RoboSpot-Remote-Follow-Spot-Systeme betrieben wurden.

 

Florian Wieders Set-Design mit einer auffälligen, durchscheinenden Haupt-LED-Leinwand und quecksilbrig wirkendem Videoboden war für Henk-Jan van Beek der Ausgangspunkt für die Gestaltung der Beleuchtung. Van Beek und Wieder waren sich zu Beginn des Design- und Planungsprozesses einig, dass die „strukturelle Integrität“ der Bühne durch die Beleuchtung widergespiegelt und verstärkt werden sollte, mit klaren Linien und großen dramatischen Leinwänden.

 

Das Set enthielt eine beachtliche Fläche an LED-Bildschirmen, die zusammen mit Augmented-Reality-Videoinhalten für einige Pausenauftritte zusätzlich ihre eigenen Lichteffekte erzeugten, welche mit den echten Scheinwerfern abgestimmt und synchronisiert werden mussten. Automatisierungselemente wie Drehtüren, Washlight-Pods, Fallarme und verschiedene andere bewegliche Teile halfen dabei, verschiedene architektonische Looks für die Bühne zu schaffen.

 

Die 396 Robe-Spiider-LED-Wash-Beams wurden auf 44 Pods im Dach verteilt, wobei neun davon pro „Flower-Pod“ über den gesamten Veranstaltungsort geflogen und als „riesige Wash-Lights“ eingesetzt wurden. Vierzehn dieser Pods befanden sich auf dem Automationssystem und direkt über der Hauptbühne. Die 220 LEDBeam 150 wurden um die Bildschirme der Haupt- und B-Bühne sowie als nach außen fächernde Bodenbeleuchtung für beide Bühnen eingesetzt. Fünfundzwanzig Robe Tetra2 wurden in den Bühnenboden eingebaut, direkt vor der Videoleinwand auf der Hauptbühne, um wirbelnde Effekte zu erzeugen.

 

Das Publikum (3.500 Personen waren zu den drei Fernsehveranstaltungen zugelassen) erhielt Sitzplätze in der ersten Reihe der seitlichen Tribünen, während der Green-Room auf den Boden der Arena verlegt wurde, so dass alle Künstler und Delegationen quasi auch zum Teil des Publikums wurden. Um diesen Bereich zu beleuchten, wurden die ursprünglichen Pläne (aus dem Jahr 2020, in dem der ESC pandemiebedingt ausfiel) überarbeitet und die 92 x BMFL WashBeam sowie die BMFL FollowSpot LT (Long Throws) an den Traversen für die Front-, Publikums- und Green-Room-Beleuchtung des gesamten Raums angebracht. Dadurch wurde gewährleistet, dass alle Nahaufnahmen im Green-Room eingefangen und sauber für die Kamera ausgeleuchtet werden konnten.

 

Ein Teil des gesamten Remote-FollowSpot-Systems des ESC bestand aus vierzehn Robe-RoboSpot-Remote-FollowSpot-Controllern (ein Follow-Me-System wurde ebenfalls bei der Veranstaltung eingesetzt). Zwölf davon, eine Mischung aus BMFL WashBeam und BMFL FollowSpot, liefen im Multi-Device-Modus mit MotionCams und zwei BMFL FollowSpot, die als Key Lights vor der Bühne eingesetzt wurden. Ampco Flashlights Lead-Systems-Techniker für die ferngesteuerten FollowSpots war Dennis Berkhout. Die gesamte Showbeleuchtung wurde von zehn GrandMA3-Pulten am FOH gesteuert, die in drei Sessions über Art-Net liefen und über ein vollständig redundantes Netzwerk verbunden waren, das auch die 26 Kameras und die DMX-RDM-Daten bediente.

 

Zu van Beeks Team von Lichtprogrammierern und -operatoren gehörten Joost Wijgers, Key-Light-Programmierer und Assistent des Lichtdesigners, sowie Micky Dordregter, Programmierer für die Hauptbeleuchtung der Show, beide von Light-H-Art. Außerdem waren die Showlichtprogrammierer Andre Beekmans, Robbert-Jan Vernooij und Erik-Jan Berendsen, der Nachtschichtprogrammierer Bas Geersema und der Previz- und DMX-Kameraprogrammierer Emillio Galluzo für die Beleuchtung verantwortlich. Bart van Stiphout war der Einleuchter.

 

(Fotos: Ralph Larmann)

 

www.robelighting.de

 

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